Eisenmangel und Anämie in der Schwangerschaft und nach der Geburt

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In der peripartalen Phase ist Eisenmangel mit oder ohne Anämie ein häufiges Problem und führt zu einer erhöhten mütterlichen und kindlichen Morbidität und Mortalität. Deshalb legen nationale und internationale Richtlinien den Zeitpunkt, die gewünschten Labormesswerte und an die Schwangerschaft angepasste Grenzwerte zur frühzeitigen Diagnose eines Eisenmangels fest.

Der vorliegende PEB hatte zum Ziel, den Umgang der niedergelassenen Gynäkolog*innen mit den Empfehlungen zur Diagnose eines Eisenmangels rund um die Schwangerschaft und das Wochenbett zu beleuchten und die Wirksamkeit sowie die Verträglichkeit einer IV Eisensubstitution zu untersuchen.

An der Studie nahmen 279 Patientinnen von insgesamt 68 Gynäkolog*innen teil. Die Messungen des Hb fanden am häufigsten anfangs des ersten Trimesters, in der 28. SSW, kurz vor der Geburt und um die sechste Woche postpartal statt.

Dies entspricht den empfohlenen Zeitpunkten. 99,3% der Patientinnen erhielten die IV Behandlung mit Eisencarboxymaltose (ECM) nach dem Wechsel von oraler Eisentherapie oder direkt ohne vorgängige orale Behandlung. Mehrere Gründe für die IV Behandlung waren möglich: ungenügende Wirksamkeit, sowie Unverträglichkeit der oralen Therapie, eine erwünschte rasche Anämiekorrektur oder fortgeschrittene Anämie in der Schwangerschaft.

Die Symptome wie Müdigkeit, Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Konzentrationsstörung verbesserten sich signifikant nach der Therapie. Daneben wurden keine unerwünschten Wirkungen auf die Infusion gemeldet, was das bereits bekannte Verträglichkeitsprofil von ECM prä- und postnatal unterstreicht.

Autoren

  • Prof. Christian Breymann: Foeto-maternal Haematology Unit, University Hospital, Zurich, Switzerland,
  • Dr. Edoardo Taddei, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe am Centro Medico in Lugano
  • Pascal Schaer, Medizinische Abteilung, Vifor Pharma Switzerland SA, Villars-sur-Glâne

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