Eisenmangel bei Frauen – die häufigste Mangelerscheinung in der Schweiz
Eisen spielt eine zentrale Rolle für die Sauerstoffversorgung des Körpers. Es ist ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und trägt dazu bei, Organe, Muskeln und Gewebe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Ein Mangel kann sich deshalb durch Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall oder Haarausfall bemerkbar machen.
In der Schweiz zählt Eisenmangel zu den häufigsten Mangelerscheinungen. Besonders betroffen sind Frauen im gebärfähigen Alter: Rund ein Viertel weist einen Eisenmangel auf. Häufige Ursachen sind starke Menstruationsblutungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder eine eisenarme Ernährung. Auch vegetarische oder vegane Ernährungsformen können das Risiko erhöhen, da pflanzliches Eisen vom Körper weniger gut aufgenommen wird als Eisen aus tierischen Lebensmitteln.
Valérie Roy leidet aufgrund starker Menstruationsblutungen unter einem tiefen Eisenwert. Nach ärztlicher Abklärung hat sie sich deshalb für eine Eiseninfusion entschieden. Diese kann sinnvoll sein, wenn der Eisenmangel ausgeprägt ist, Beschwerden verursacht oder eine ausreichende Aufnahme über Ernährung und Tabletten nicht möglich ist.
Prof. Dr. med. Christian Breymann weist darauf hin, dass Eisenmangel ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden sollte – insbesondere bei Frauen mit starken Monatsblutungen, bei Kinderwunsch, während der Schwangerschaft oder bei anhaltender Müdigkeit. Eine gezielte Diagnose und Behandlung kann die Lebensqualität deutlich verbessern.